Für ADHS und Creativiteit. Gegen Status-Quo-Erhalt.
Neoaltruismus rules!
Zeige Finanzimperialismus, Teerkolonialismus und Orgasmusegoismus die rote Karte und spende deine hart verdienten Kohlen denen, die sie viel besser verbrauchen können als du!

Mini Gesinnungskapsel
 
unundeux ist eine postfaktische Mini-Gesinnungskapsel ohne Schimpf und Schande, dafür voller Respekt für Menschen mit Facebuckel und Filterblasenschwäche

 

◼ History

Im März 2009 gründete die Band JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE nach einem nichtigen Streit mit ihrem Hauslabel Bastardized-Recordings ihr eigenes Label, um gänzlich unabhängig von den Launen und Zeitplänen anderer ihre Outputs veröffentlichen zu können. Als Name für dieses Label wählte man "unundeux", also den deutschen Notruf (112) auf Französisch. Hintergrund: Pierre Van Hems, langjähriger Freund der Band und waschechter, in Deutschland lebender Party-Franzose, musste, als er sich wieder einmal in betrunkenem Zustand schwer verletzt hatte, diese Nummer ergoogeln, da er sie bis dato nicht kannte, weil er sich zuvor immer in Anwesenheit anderer die Knochen gebrochen, die Gelenke ausgekugelt, die Daumensehnen durchtrennt hatte. Dieses Mal hatte er sich erst auf dem Nachhauseweg von einer Fête bei dem Versuch einen Zaun zu überklettern, um den Weg abzukürzen, den kompletten Unterarm aufgerissen - es war also erstmalig niemand zur Stelle, der den Rettungsdienst hätte bestellen können. Seine Mitbewohnerin Jessica erschrak sehr, als sie am nächsten Morgen nach Hause kam und eine riesige Blutlache unter Pierres Schreibtisch entdeckte. Pierre hatte die 112 inzwischen recherchiert und lag bereits im Krankenhaus. Nachdem die JAKA durch Jessica von dieser Geschichte erfahren hatten, mussten sie natürlich lachen und stellten sich Pierre vor, wie er halb verblutet und vollkommen betrunken am Telefon sitzt: "Allo? Spresche isch mit die un un deux?"

Bonys Kumpel Pummel war es, der dem jungen Label dann einen Vertrieb verschaffte. Er hatte, bevor er Redakteur beim deutschen Metal Hammer geworden war, bei Cargo Germany gearbeitet und arrangierte ein Treffen mit Bony, Christof und seinen beiden alten Cargo-Sauf-Kumpanen Felix und Carsten. Nach zwei Flaschen Korn war alles klar gemacht. Carsten und Felix fuhren sich auf dem Rückweg von diesem Treffen zum Glück nicht tot, und so hatte das JAKA-Label fortan eine richtige Vertriebsanbindung. Dies machte unundeux auch für andere Bands attraktiv, die, genau wie die JAKA, keinen Bock hatten auf allzu professionelles Getue, sowie für solche, für die sich, wie für die Projekte, die manche JAKA-Members nebenher betrieben, einfach kein anständiges Label fand, welches bereit gewesen wäre, sich an ihnen die Finger zu verbrennen.
Obwohl allen Bewerbern stets von vornherein gesagt wurde, dass sie, wenn sie über unundeux veröffentlichen wollen, alles selbst bezahlen müssten und die Unkosten mit tödlicher Sicherheit auch nicht wieder reinkommen würden, ließen sich viele nicht davon abhalten aus lauter Geilheit auf zweifelhaftes Prestige ihr Geld zu verbrennen. Viele korrekte Freundschaften entstanden so. Sie blieben zum Teil noch bestehen, nachdem manche dieser Bands sich vollkommen abgebrannt aufgelöst hatten.

Von Anfang an schon nicht mit dem nötigen Ernst betrieben, verkam das Label im Laufe der Jahre immer mehr zur DIY-Klitsche. Und während sich die Welt auf facebook versammelte, wo die Menschen einander likten und das schlossen, was sie Freundschaft nennen, schieden sich unundeux immer weiter ab vom globalisierten Heititei, hatten nie mehr als 500 Leser, ließen mehr gar nicht rein in ihren erlauchten Newsletterverteiler und entwickelte sich immer mehr zu einem radikalisierenden Sammelbecken für Spinner, Verlierer und Verweigerer ... Bis zum 20sten August 2017. An diesem Datum hatte man endgültig die Schnauze voll davon, in einer selbstgezimmerten Echoblase herumzuvegetieren, und wagte mit dem Einrichten eines eigenen ebay-Shops endlich den Schritt in den Mainstream - bzw. hielt mal vorsichtig den großen Zeh in denselben, um zu sehen, ob der nicht doch bisschen zu lauwarm ist. Von nun an sollten Gewinne erwirtschaftet werden jenseits von Gut und Böse. Ob dies gelang, wird man erst in ferner Zukunft mit Bestimmtheit sagen können. Vorausgesetzt die Menschheit überlebt noch ein Weilchen.

 

◼ ALLGEMEINE INFOS

GESUNDHEIT
Endlich einmal eine gute Nachricht! Ein Team aus namhaften internationalen Experten hat unseren Tonträgern im Rahmen einer von unundeux in Auftrag gegebenen Studie einen positiven Effekt auf Immunsystem, Verdauungstrakt und Penis attestiert. Das Abhören unserer CDs wirkt demnach lebensverlängernd und erhöht das Wohlbefinden. Sport, gesunde Ernährung und der ganzen Quatsch sind nun endlich nicht mehr nötig.
 

UMWELTSCHUTZ
Insgesamt hinterlässt die Herstellung unserer Produkte einen ökologischen Fußabdruck, der sich gewaschen hat. Wenigstens haben unsere Mitarbeiter aber weder die Zeit noch das Geld, darüberhinaus auch noch durch Billigfliegerei die Umwelt zu schädigen.
 

FAIRTRADE
Unsere T-Shirts sind natürlich nicht fair getradet. Das darf euch aber ja nicht stören, solange das Coltan in euren Handys es ebenfalls nicht ist. Trotzdem handelt unser Unternehmen fair, indem es seinen in der Regel weniger gut betuchten Kunden immer eine CD/ein T-Shirt mehr zuschickt, als diese bestellen. Durch diese Praxis möchten wir unser schlechtes Gewissen erleichtern, welches dadurch entsteht, dass die Verkaufspreise unserer Produkte ein Vielfaches dessen darstellen, was wir investieren müssen - den Wert der Kreativität, die nötig ist, um überhaupt etwas zu erschaffen, was man dann aufnehmen und vervielfältigen lassen kann, mal nicht eingerechnet.
Natürlich könnten wir unsere Artikel auch einfach von vornherein günstiger anbieten. Dann liefen wir aber Gefahr, dass eure Eltern denken, die Produkte aus unserem Hause seien minderwertig, nach dem Motto "was nichts kostet, ist nichts". Außerdem kommt ihr auf diese Weise in den Genuss unerwartet guter Musik. Die Kreativleistungen lassen sich unsere Bands - wie nach alter Tradition üblich - mit Applaus bezahlen.
 

FAQ

Kann es sein, dass ihr bei unundeux nicht gerade die Geschäftstüchtigsten seid, um es mal nett zu formulieren?
- Ja.

Warum haben dann 90% eurer Newsletter Verkaufsangebote zum Inhalt?
- Wir haben halt sonst nicht viel zu erzählen.

Wäre es dann nicht besser, einfach auf einen Großteil der Newsletter zu verzichten? Zumal die ungeheure Menge dieser ja nun schon kolossal nervt.
- Es gibt Facebook, Twitter, Google+, den Gangnam-Style und Shades of Grey. Und es gibt unundeux. Wem das alles zuviel wird, der kann ja hier oder da oder überall kündigen. Niemand ist gezwungen, alles nachtanzen und auf alles zu wichsen, was auch nur annährend nach Fun oder Rock 'n' Roll riecht.

Wer formuliert eigentlich diese ganzen peinlichen Newsletter?
- Deine Mutter.
 
 

◼ UNUNDEUX WISSEN

A wie Analtrakt
Was reimt sich auf Fiskalpakt? Genau!

B wie Bio-Diktatur
Wenn Mikroplastik auch schon in den Spermastrahlen männlicher Pornodarsteller nachgewiesen werden kann, hört der Spaß definitiv auf. Dann ist es wirklich langsam mal Zeit für die Biobio-Diktatur.

C wie Chemtrails
Sicher genauso wenig dran wie an der offiziellen Version zu 9/11. Kann man also getrost vergessen.

D wie Denken
Es gibt Leute, die denken, dass man gewisse Gedanken nicht denken darf und entledigen sich so der Pflicht, über das normale Protodenken hinauszudenken.

E wie Ernährungspropaganda
Ernährung macht krank, schlank, gesund oder dick. Nicht essen!

F wie Freiklempner-Orden
Der Freimaurer-Orden ist längst im Mainstream angekommen. Niemand mehr, der nicht mindestens einen Verwandten hat oder eine berühmte Persönlichkeit kennt, der/die da irgendwie drin ist oder war.
Viel geheimnisvoller ist das Tun und Schaffen der Freiklempner. Sie werkeln im Geheimen abseits aller sozialen Netzwerke und keiner weiß, wer da was macht und wieso überhaupt.

G wie Gadgets
Die im Stammhirn rumorende Angst, auf einen Teil der geliebten Gadgets verzichten zu müssen, ist im Erbgut begründet und hat nichts zu tun mit Fremdenfeindlichkeit; also jedenfalls wenn, dann nur ganz ganz unterbewusst. Man ist ja schließlich nicht Herr im eigenen Haus bzw. nur soweit, dass man es gerade so schafft, sich dieses oder jenes zurecht zu rationalisieren.

H wie Holozänleugner
Das Holozän hat es nie gegeben. Wer so etwas behauptet, hat entweder ein Brett vorm Appel oder gehörte mal ordentlich durchgeknuddelt.

I wie Internetseite
Eine ausgezeichnete Internetseite, an der man ablesen kann, wieviel Humor die Deutschen haben bzw. wie verkrampft der ist, heißt exceptionalaverage.blogspot.de

J wie Jenoss
Kölsch für "Genuss" = Quelle von Krankheit und Unglück. Erhöht angeblich das Diabetes-Risiko. Was für ein Quatsch!

K wie Kral Marx
Osmanischer Heerführer, der, seiner Zeit weit voraus, schon nachgedacht hat über dies und das.

L wie Lohn, fairer
Muss nicht immer gleich finanzieller Art sein. Manchmal reicht auch einfach ein wenig Applaus oder mal über den Kopf streicheln.

M wie Machiavelli
War eigentlich ganz vernünftig. Andererseits haben wir ihm zu verdanken, dass die Welt untergeht, weil das überalterte großeuropäische Reich einfach nicht das Steuer an den nächsten abgeben will, obwohl es seine Blüte doch schon hatte! Wie so ein Rentner, der an seinem Führerschein klebt und trotz Demenz, Blind- und Taubheit einfach weiterfährt.

N wie Nicht rauchen!
Hat Hitler auch schon verlangt, ihr Nazis!

O wie Omega-3-Fettsäure
Wirkt wohl wahre Wunder, wenn man nach durchsoffener Nacht mit einem üblen Herzkatheter aufwacht.

P wie Parfum-Flakon
Für Girls with Guns auch erhältlich in Form einer Handgranate.

Q wie Quark, pseudointellektueller
Das ungefilterte Weiterposaunen zufällig aufgeschnappten und oft nur halb verstandenen Wissens, ohne dass jemand darum gebeten hätte.

R wie Ratgeber
"Spontaneität auf Knopfdruck". Der Titel fehlt bislang in der Ratgeber-Literatur. Kann da mal eben schnell einer was zu verfassen?

S wie Satire
Wozu eigentlich überhaupt noch Satire? Es geht doch allen gut und alle dürfen alles sagen. Satire, die sich gegen die richtet, denen es, weil es uns so gut geht, nicht so gut geht, und die deswegen total unmodern denken und handeln, aus Frust, Frust und nochmals Frust, eine solche könnte man mal machen!

T wie totmachen, alle
Halten manche Leute manchmal für die einzige Lösung. Nach ein, zwei Joints und einer Tasse Heroin gehts dann meistens wieder.

U wie Unpissed
Guter Bandname, bei dem nicht ganz klar ist, wie man ihn übersetzen sollte: "Angepisst", eben "nicht angepisst" oder "unausgepisst". Die Übersetzung ist aber eigentlich egal. Er klingt brutal, und das ist die Hauptsache.

V wie Veganismus
Wie die meisten anderen Ismen strikt abzulehnen. Veganer sind Spezialesser. Totaler Erstweltluxus!

W wie Wissen
Wissen ist Macht-kaputt-was-euch-kaputt-Macht.

X wie Xenosphobie
Verwandt mit der Straussinnovationophobie.

Y wie Yohannes
Yohannes war zwischen 1996 und 2010 Mitglied der ostfriesisch-orthodoxen Thrash-Metal-Band Brzeziński Bobbycar. Danach nichts mehr gehört.

Z wie Zuneigung
Hallo Unbekannter. Ich bin auf der Suche einen guten Mann. Ich fuhre ein gesunden Lebensstils und die Natur genie?en. Ich bin offen fur Zuneigung und bereit, sich auf einen einzigen liebenden Mann und so weiter ...

 

◼ 112 MITARBEITER STELLEN SICH VOR

Orthograf Lambsdorff

Guten Tag,
mein Name ist Orthograf Lambsdorff. Ich bin 40 Jahre alt und ich arbeite gern mit Menschen. Bei unundeux arbeite ich seit 2012 und bin in dem Unternehmen seit 2014 für Textfluss, Lesbarkeit, Rechtschreibung, Grammatik, also alles mit Kommas, Groß/Klein, Zusammen/Getrennt und so zuständig, seit 2015 als Hauptverantwortlicher. Besonders viel Freude macht es mir, wenn alles richtig ist und keinem irgendwas blöd auffällt oder als falsch ins Auge sticht. Die Corporate Identity bei unundeux ist gut und ich kann mich mit meinen vielfältigen sozialen Kompetenzen gut und schnell einfügen und einbringen. Alles ist flexibel und man hat hier gute Aufstiegsmöglichkeiten. Ich hoffe, dass ich noch lange bei der Firma unundeux arbeiten werde und zu ihrer erfolgreichen Entwicklung mit all meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten sinnvoll beitragen kann.

Meine Hobbies sind Garten, Schlagzeug, radio rs2, Deutschlandfunk und alles mit Flüchtlingen und Regenwald. In meiner Freizeit helfe ich gern im Wald aus, z.B. Hirsche füttern.